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Klinikmagazin 2011 - LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt - 14. Ausgabe



 
Sporttherapeutin Elisabeth Oertel (rechts) stellt Ausgleichsgymnastik im Alltag vor.

Den inneren Schweinehund überlisten

Während der Arbeitszeit können die Beschäftigten der LWL-Einrichtungen im Kreis Soest eine ,,Aktive Pause" machen


In der Mittagspause neue Energie schöpfen: Qi-Gong-Lehrerin Elke Herder zeigt den LWL-Beschäftigten einfache Übungen.
Die meisten von uns tragen sich vermutlich mit dem Gedanken: „Eigentlich sollte ich mich mehr bewegen.“ – „Es wird Zeit, aktiv etwas für die Gesundheit zu tun.“ – „Schon längst wollte ich anfangen, meine Fitness zu trainieren.“… Oft bleibt es bei dem Gedanken, etwas verändern zu wollen, und zum nächsten Jahreswechsel können wir dieses Vorhaben wieder oben auf unsere Liste der guten Vorsätze schreiben. Nach der Arbeit liegt so viel an, dass wir unsere Vorsätze aufschieben, oder wir sind müde und möchten uns einfach nur ausruhen, wohl wissend, dass uns Bewegung gut täte. Die Liste der Hinderungsgründe ist überzeugend und lang.
Wie kann es gelingen, einen ersten Schritt zu tun, wie können wir unseren inneren Schweinehund überlisten?
Seit Ende August 2010 wird an den Standorten Lippstadt-Eickelborn und -Benninghausen sowie Warstein an zwei Wochentagen in der Mittagszeit jeweils eine bewegte Stunde angeboten. Angesprochen sind alle Beschäftigten der Kliniken, Pflegezentren und Wohnverbünde Lippstadt und Warstein sowie des Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt. Die Mitarbeiter konnten zunächst in verschiedene Angebote hineinschnuppern und ausprobieren, ob sie Übungen aus der Rückenschule, Osteoporose- Gymnastik, Pilates, Gerätefitness, Gebrauchsübungen am Arbeitsplatz, Ausgleichsgymnastik im Alltag, Tai Chi oder Qi Gong erlernen wollten. Anschließend wurden die Teilnehmer nach ihren Favoriten gefragt und an beiden Standorten wurden jeweils zwei Module für sechs Wochen gestartet: in Lippstadt Tai Chi und Fitness für den Rücken – Rückenschule; in Warstein Pilates und Rückenschule. Weitere Aufbaumodule sind in Planung.
Realisiert wurde das Projekt „Aktive Pause“ durch eine Gemeinschaftsaktion der Personalabteilung unter Leitung von Gerrit Jungk, des Vereins WOGE e.V. und der BKK vor Ort (ehemals BKK Westfalen-Lippe). Der Arbeitgeber stellt einmal pro Woche 30 Minuten Arbeitszeit pro Mitarbeiter und die Räumlichkeiten zur Verfügung. WOGE e.V. entwickelte das Konzept, koordiniert gemeinsam mit der Personalabteilung alles Notwendige und ist für die Kursleiter zuständig. Die BKK finanziert das Modellprojekt.
Und der Mitarbeiter? Er addiert seine 30-minütige Mittagspause und hat somit eine Stunde Zeit, um seine Fitness zu trainieren oder innere Ruhe zu finden für die Aufgaben, die der Tag noch für ihn bereit hält.
Idealerweise entwickeln Mitarbeiter, die schon lange nicht mehr sportlich trainierten, Freude an aktiver Bewegung und werden auch außerhalb dieser Module sportlich aktiver.
Weitere Vorteile einer Aktiven Pause liegen auf der Hand:
Im Hinblick auf die Mitarbeiter:
· geringere gesundheitliche Beschwerden
· gesteigerte Arbeitsfreude
· besseres Betriebsklima
· bessere Gesundheitskompetenz
· gesünderes Verhalten am Arbeitsplatz und in der Freizeit
Im Hinblick auf das Unternehmen:
· langfristig Senkung des Krankenstandes
· Imageaufwertung für das Unternehmen
· gesteigerte Arbeitszufriedenheit
· höhere Arbeitsproduktivität
· verbesserte betriebliche Kommunikation
Die BKK vor Ort, die dieses Projekt nicht nur für eigene, sondern auch für Mitglieder anderer Krankenkassen trägt, erhofft sich zufriedene Mitglieder, eine beständig aktive Teilnahme an Bewegungsangeboten und geringere Ausgaben für erkrankte Mitglieder. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.
Christine Enste
Haben Sie Fragen oder möchten Sie mehr über dieses Projekt erfahren?
WOGE Gesundheitsförderverein e.V.
Franz-Hegemann-Straße 23
59581 Warstein
Telefon 02902 82-5900
Telefax 02902 82-5909
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