HSI
Zurück ins Erwerbsleben – Chancen geben!

- Sichtlich Spaß macht Frau B. die Arbeit in der Gartenabteilung des Hagebaumarkts Warstein – das freut auch Marktleiter Karl-Heinz Bayer.
Das Hermann-Simon-Institut Warstein erbringt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation mit dem Ziel der Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Psychisch erkrankte Menschen erhalten während dieser Maßnahmen die Möglichkeit, sich wieder neu zu erproben, ihre durch die Erkrankung oft noch beeinträchtigte Leistungsfähigkeit wieder aufzutrainieren oder sich beruflich neu zu orientieren.
Damit dies gelingen kann, ist das Team des LWL-Instituts auf Partner außerhalb des klinischen Kontextes angewiesen, Firmen also, die sich bereit erklären, den Rehabilitanden unter Realbedingungen die Chance einer Erprobung zu geben. Zwei dieser Firmenvertreter berichten im Interview exemplarisch über ihre Erfahrungen mit den Praktikanten, Herrn B. und Frau B.: Klaus Behler, seines Zeichens Marktleiter des Minipreis-Verbrauchermarktes in Rüthen, und Karl-Heinz Bayer, Marktleiter des Hagebaumarktes in Warstein. Die Interviews führten die behandelnden Ergotherapeutinnen Christina Schnieder und Jessica Rebbert (beide LWLInstitut Warstein).
Klinikmagazin: Seit wann arbeiten Sie mit dem LWL-Institut Warstein zusammen?
Karl-Heinz Bayer: Mindestens seit 2006.
Klaus Behler: Seit Dezember 2010.
Klinikmagazin: Was war Ihre Motivation, Rehabilitanden des Instituts aufzunehmen bzw. zu betreuen?
Karl-Heinz Bayer und Klaus Behler: Wir möchten den Menschen eine Chance geben, wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können.
Klinikmagazin: Gibt es Unterschiede zu anderen Praktikanten?
Karl-Heinz Bayer: Unterschiede gibt es wenn überhaupt nur zu Schulpraktikanten; diese möchten ja meist nur in das Arbeitsleben hineinschnuppern. Sie wissen im Gegensatz zu den Rehabilitanden des Instituts oft noch nichts von Begriffen wie Pünktlichkeit, Verlässlichkeit im Arbeitsleben.
Klaus Behler: Die Motivation der Rehabilitanden ist sehr hoch. Sie haben zumeist ein konkretes Ziel vor Augen und bringen sich daher anders ein.
Damit dies gelingen kann, ist das Team des LWL-Instituts auf Partner außerhalb des klinischen Kontextes angewiesen, Firmen also, die sich bereit erklären, den Rehabilitanden unter Realbedingungen die Chance einer Erprobung zu geben. Zwei dieser Firmenvertreter berichten im Interview exemplarisch über ihre Erfahrungen mit den Praktikanten, Herrn B. und Frau B.: Klaus Behler, seines Zeichens Marktleiter des Minipreis-Verbrauchermarktes in Rüthen, und Karl-Heinz Bayer, Marktleiter des Hagebaumarktes in Warstein. Die Interviews führten die behandelnden Ergotherapeutinnen Christina Schnieder und Jessica Rebbert (beide LWLInstitut Warstein).
Klinikmagazin: Seit wann arbeiten Sie mit dem LWL-Institut Warstein zusammen?
Karl-Heinz Bayer: Mindestens seit 2006.
Klaus Behler: Seit Dezember 2010.
Klinikmagazin: Was war Ihre Motivation, Rehabilitanden des Instituts aufzunehmen bzw. zu betreuen?
Karl-Heinz Bayer und Klaus Behler: Wir möchten den Menschen eine Chance geben, wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können.
Klinikmagazin: Gibt es Unterschiede zu anderen Praktikanten?
Karl-Heinz Bayer: Unterschiede gibt es wenn überhaupt nur zu Schulpraktikanten; diese möchten ja meist nur in das Arbeitsleben hineinschnuppern. Sie wissen im Gegensatz zu den Rehabilitanden des Instituts oft noch nichts von Begriffen wie Pünktlichkeit, Verlässlichkeit im Arbeitsleben.
Klaus Behler: Die Motivation der Rehabilitanden ist sehr hoch. Sie haben zumeist ein konkretes Ziel vor Augen und bringen sich daher anders ein.

- Herr B. absolviert mit großem Engagement seit Jahresbeginn 2011 ein Praktikum im Minipreis Rüthen, unterstützt wird er von Marktleiter Klaus Behler.
Klinikmagazin: Welche Ausschlusskriterien haben Sie sich gesetzt bei der Bewerbung eines Praktikanten?
Klaus Behler: Wenn kein Interesse an der Arbeit vorhanden ist.
Karl-Heinz Bayer: Wenn keine Motivation sichtbar wird, macht es keinen Sinn, das Praktikum fortzuführen oder auch nur anzufangen. Der Verlauf zeigt meist, in welche Richtung sich der Praktikant entwickelt.
Klinikmagazin: Wie zufrieden sind Sie mit den Rehabilitanden und der Zusammenarbeit mit dem Institut?
Karl-Heinz Bayer: Zu 100 Prozent. Frau B. sucht eigenständig Arbeit und weiß, worauf es im Berufsleben ankommt. Durch die Anwesenheitslisten sowie regelmäßige persönliche und telefonische Kontakte mit den Ergotherapeutinnen ist eine effektive Zusammenarbeit gewachsen.
Klaus Behler: Wir sind sehr zufrieden. Herr B. zeigt hohes Interesse und Motivation. Auch die Zusammenarbeit mit dem LWLInstitut Warstein funktioniert vorbildlich.
Klinikmagazin: Ist es schwierig, die Rehabilitanden aufgrund der noch etwas reduzierten Arbeitszeit einzusetzen?
Karl-Heinz Bayer und Klaus Behler: Generell gibt es keine Schwierigkeiten, wenn der Rehabilitand über genügend Motivation und Selbstständigkeit verfügt. Wir bieten ja durch die Öffnungszeiten ein breites Spektrum an zeitlichen Einsatzmöglichkeiten an, sodass sich immer entsprechende Regelungen finden lassen.
Klinikmagazin: Hat sich Ihr Bild von psychisch kranken Menschen verändert, seit
Sie mit dem LWL-Institut Warstein zusammenarbeiten?
Klaus Behler und Karl-Heinz Bayer: Nein, es bestehen ja schon Erfahrungen
in der Zusammenarbeit auch mit anderen psychosozialen Versorgern. Es ist unsere
generelle Meinung, dass man Menschen vermitteln muss, wichtig zu sein, gebraucht zu werden und dass die Krankheit vorübergeht. Daher ist es richtig, Chancen zu bieten und nicht pauschal abzulehnen!
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, besser kann man es nicht formulieren. Beeindruckt an diesem Interview hat mich als Leiter des LWL-Instituts die Offenheit und Selbstverständlichkeit, mit welcher sowohl Herr Bayer als auch Herr Behler in ihren Firmen den Rehabilitanden die Möglichkeit geben, sich im Arbeitsleben neu zu erproben. Angesichts einer stetig steigenden Anzahl psychisch kranker Menschen, die oft auch durch das Arbeitsleben erkranken, sind wir deutlich darauf angewiesen, Partner zu finden und zu erhalten, welche die Wichtigkeit eines integrativen Netzwerkes von Behandlern und Firmen erkennen und an der Schaffung und Erweiterung eines solchen mitarbeiten. Dass die Betroffenen keinesfalls eine Belastung darstellen, sondern im Gegenteil oft auch eine Bereicherung für den jeweiligen Betrieb, verdeutlicht das Interview in beeindruckender Weise.
Wir würden uns freuen, auch Sie im Netzwerk begrüßen zu können! Nähere Informationen über beruflich-reintegrative Maßnahmen und Möglichkeiten der Mitwirkung erhalten Sie unter:
LWL-Institut Warstein
c/o Dietmar Böhmer
Franz-Hegemann-Str. 23
59581 Warstein
Tel. 02902 82-2800
www.hermann-simon-institut.de
Klaus Behler: Wenn kein Interesse an der Arbeit vorhanden ist.
Karl-Heinz Bayer: Wenn keine Motivation sichtbar wird, macht es keinen Sinn, das Praktikum fortzuführen oder auch nur anzufangen. Der Verlauf zeigt meist, in welche Richtung sich der Praktikant entwickelt.
Klinikmagazin: Wie zufrieden sind Sie mit den Rehabilitanden und der Zusammenarbeit mit dem Institut?
Karl-Heinz Bayer: Zu 100 Prozent. Frau B. sucht eigenständig Arbeit und weiß, worauf es im Berufsleben ankommt. Durch die Anwesenheitslisten sowie regelmäßige persönliche und telefonische Kontakte mit den Ergotherapeutinnen ist eine effektive Zusammenarbeit gewachsen.
Klaus Behler: Wir sind sehr zufrieden. Herr B. zeigt hohes Interesse und Motivation. Auch die Zusammenarbeit mit dem LWLInstitut Warstein funktioniert vorbildlich.
Klinikmagazin: Ist es schwierig, die Rehabilitanden aufgrund der noch etwas reduzierten Arbeitszeit einzusetzen?
Karl-Heinz Bayer und Klaus Behler: Generell gibt es keine Schwierigkeiten, wenn der Rehabilitand über genügend Motivation und Selbstständigkeit verfügt. Wir bieten ja durch die Öffnungszeiten ein breites Spektrum an zeitlichen Einsatzmöglichkeiten an, sodass sich immer entsprechende Regelungen finden lassen.
Klinikmagazin: Hat sich Ihr Bild von psychisch kranken Menschen verändert, seit
Sie mit dem LWL-Institut Warstein zusammenarbeiten?
Klaus Behler und Karl-Heinz Bayer: Nein, es bestehen ja schon Erfahrungen
in der Zusammenarbeit auch mit anderen psychosozialen Versorgern. Es ist unsere
generelle Meinung, dass man Menschen vermitteln muss, wichtig zu sein, gebraucht zu werden und dass die Krankheit vorübergeht. Daher ist es richtig, Chancen zu bieten und nicht pauschal abzulehnen!
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, besser kann man es nicht formulieren. Beeindruckt an diesem Interview hat mich als Leiter des LWL-Instituts die Offenheit und Selbstverständlichkeit, mit welcher sowohl Herr Bayer als auch Herr Behler in ihren Firmen den Rehabilitanden die Möglichkeit geben, sich im Arbeitsleben neu zu erproben. Angesichts einer stetig steigenden Anzahl psychisch kranker Menschen, die oft auch durch das Arbeitsleben erkranken, sind wir deutlich darauf angewiesen, Partner zu finden und zu erhalten, welche die Wichtigkeit eines integrativen Netzwerkes von Behandlern und Firmen erkennen und an der Schaffung und Erweiterung eines solchen mitarbeiten. Dass die Betroffenen keinesfalls eine Belastung darstellen, sondern im Gegenteil oft auch eine Bereicherung für den jeweiligen Betrieb, verdeutlicht das Interview in beeindruckender Weise.
Wir würden uns freuen, auch Sie im Netzwerk begrüßen zu können! Nähere Informationen über beruflich-reintegrative Maßnahmen und Möglichkeiten der Mitwirkung erhalten Sie unter:
LWL-Institut Warstein
c/o Dietmar Böhmer
Franz-Hegemann-Str. 23
59581 Warstein
Tel. 02902 82-2800